| Familienstand: | ledig |
| Wohnort: | Hamburg, Kiew |
| Ausbildung: | Doktor der Sportwissenschaft |
| Management: | Klitschko Management Group |
| Promoter: | K2 Promotions |
| Trainer: | Johnathon Banks |
| Profi-Rekord: | Kämpfe 63 W 60 – L 3 (52 KOs) |
| Amateur-Rekord: | Kämpfe 140, W 134 |
| Gewichtsklasse: | Schwergewicht |
| Größe: | 6′ 6½″ / 198 cm |
| Reichweite: | 81″ / 206 cm |
„Alles, was ich tun kann, ist, jeden Gegner, der sich mir in den Weg stellt, zu schlagen, mich ständig mit den Besten zu messen und somit der beste Champion zu sein, der ich eben sein kann. Meinen Platz in der Historie des Boxens, den wird mir die Geschichte zuweisen.“ Das sagte Wladimir Klitschko, der amtierende Champion der Verbände WBA, IBF, WBO und IBO, der auch vom US-Magazin „The Ring“, der Bibel des Boxens, als unumstrittene Nummer 1 des Schwergewichts, geführt wird.
Dass Klitschko ein Champion ist, dass er das Verlangen in sich trägt, sich stets mit den Besten zu messen, das beweist er seit Beginn seiner großen Karriere. Als Amateur gewann er 134 seiner 140 Kämpfe. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille im Superschwergewicht bei den olympischen Spielen von Atlanta 1996. Es folgt der Wechsel ins Profilager. Nachdem er 1999 Europameister wurde, kämpft er 2000 erstmalig um eine Weltmeisterschaft im Schwergewicht. Sein Gegner: WBO-Champion Chris Byrd. Jener Byrd, gegen den Wladimirs älterer Bruder Vitali sechs Monate zuvor eben diesen WBO-Titel verloren hatte, als er den Kampf wegen einer Schulterverletzung aufgeben musste. Wladimir nimmt Revanche für seinen Bruder und ist erstmalig Weltmeister in der höchsten Gewichtsklasse. Mehr als zwei Jahre lang hält er den Titel, bevor er ihn völlig überraschend gegen Corrie Sanders verliert. Eine weitere Niederlage innerhalb der folgenden zwölf Monate gegen Lamon Brewster bedeutet den Tiefpunkt in Wladimirs Karriere. Nicht nur die Experten, sogar sein Bruder Vitali raten Wladimir, seine sportliche Karriere zu beenden.
Doch Wladimir bleibt sich treu und macht weiter. Er will allen zeigen, dass er ein wahrer Champion ist. 2005, ein Jahr nach seiner schweren Niederlage gegen Brewster, stellt sich Wladimir Samuel Peter, dem nigerianischen Albtraum, der damals als härtester Schläger des Schwergewichts galt. Klitschko siegt und bekommt wieder die Chance, um einen WM zu kämpfen. Es geht wieder gegen Byrd, der damals allgemein als die Nummer 1 im Schwergewicht angesehen wird. Klitschko dominiert nach Belieben, knockt ihn aus, und gewinnt die Titel der IBF und IBO. Es folgt der ungeschlagene Calvin Brock, die größte amerikanische Schwergewichtshoffnung. Ein vernichtender K.o. – Klitschko gewinnt im Madison Square Garden vor den Augen von Box-Legende Muhammad Ali. Es folgt die Demontage in nur zwei Runden von Pflichtherausforderer Ray Austin, der Nummer 1 der IBF-Weltrangliste.
Als Nächstes ist Wiedergutmachung angesagt, Klitschko tritt zum Rematch gegen Lamon Brewster an und vermöbelt den Amerikaner nach Strich und Faden. Der nächste Kampf ist die erste Titelvereinigung im Schwergewicht seit 1999. Klitschko nimmt sich WBO-Champion Sultan Ibragimow vor und führt den anderen Weltmeister regelrecht vor. Wladimir ist jetzt WBO-, IBF- und IBO-Champion.
Auf Weltmeister folgt Pflichtherausforderer. Tony Thompson, die Nummer 1 der WBO, kommt vor Klitschkos Fäuste und wird ausgeknockt. Dann sollte Pflichtherausforderer Alexander Povetkin, die nächste Nummer 1 der Welt, der Gegner sein. Doch der muss verletzungsbedingt passen. Klitschko sucht sich nicht etwa Fallobst als Ersatz, sondern wählt den nächsthöchstplatzierten freien Kämpfer der IBF-Weltrangliste, den zweimaligen Weltmeister Hasim Rahman, der 2001 Lennox Lewis kapital ausgeknockt hat, aus. Das Ergebnis: K.o. für Klitschko. Dann soll es zum großen Showdown mit dem englischen Dauerprovokateur David Haye kommen. Eine Auseinandersetzung, die so elektrisierend ist, dass sie die Arena auf Schalke ausverkauft. Doch Haye lässt den Kampf verletzungsbedingt platzen. Klitschko sagt die Veranstaltung nicht etwa ab, nein, er sucht sich eine noch größere sportliche Herausforderung und tritt vor 61.000 Fans in der ausverkauften Arena auf Schalke gegen den WBA-Champion Ruslan Chagaev an. Klitschko vernichtet Chagaev in einer unglaublichen Demonstration der Stärke. Und das, obwohl er durch einen Bänderriss in der Schulter gehandicapt ist. „Ich habe alles versucht, hatte aber keine Chance gegen ihn“, sagte Chagaev danach, „Klitschko ist ein großer Champion.“ Es folgt der Kampf gegen Fast Eddie Chambers, der als schnellster Schwergewichtler der Welt gilt. Im ausverkauften Fußballstadion von Düsseldorf dominiert Wladimir über 12 Runden. Mit einer brachialen Linken schickt er Chambers fünf Sekunden vor Kampfende auf die Bretter: September 2010 das Rematch gegen Samuel Peter. Nach einem Punktsieg 2005 führt Wladimir den Nigerianer vor und siegt durch K.o. in der 10. Runde.
Was es bedeutet, ein Champion zu sein, das hat einst Box-Legende Evander Holyfield in Worte gefasst: „Ein Champion kämpft gegen jeden. Er hat in seinem Herzen das unstillbare Verlangen, der Beste der Welt zu sein. Er ist nicht damit zufrieden, einen Gürtel zu tragen – oder sich Weltmeister nennen zu können, sondern er will jedem Herausforderer beweisen, dass es nur einen geben kann: Ihn, den wahren Champion.“ Am 2. Juli 2011 hat Wladimir das wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Gegen den Briten David Haye gewinnt Wladimir den letzten noch fehlenden Schwergewichtstitel der WBA und schreibt dadurch weitere Sportgeschichte: Die Klitschkos sind die ersten Brüder, die alle relevanten Schwergewichtstitel in einer Familie vereinen.
Seitdem hat Wladimir seine Titelsammlung erfolgreich gegen Jean-Marc Mormeck (März 2012), Tony Thompson (Juli 2012), Mariusz Wach (November 2012) und Francesco Pianeta (Mai 2013) verteidigt.
Doch Wladimir Klitschko ist nicht nur im Ring ein Champion, sondern beweist erst recht außerhalb des Rings, dass er das Herz eines Champions hat. Nach seinem K.o.-Triumph im November 2006 gegen Brock spendete Wladimir 285.000 Dollar seiner Kampfbörse an die UNESCO. Das Geld wurde dazu verwendet, in dem von großer Armut gezeichneten Namibia im Rahmen des UNESCO-Projekts „Bildung für Kinder in Not“, das von der Unternehmensgruppe Henkel/Schwarzkopf unterstützt wird, Schulen zu bauen. Für ihr Engagement wurden die Brüder 2006 von der UNESCO als „Champions des Sports“ ausgezeichnet. Eine Ehre, die zuvor nur wenigen – unter ihnen Formel-1-Rekord-Weltmeister Michael Schumacher und Stabhochsprung-Legende Sergej Bubka - zuteil wurde.
Für die „Laureus Sport for Good Foundation“ - eine Stiftung, die auch von anderen Sportgrößen wie Edwin Moses, Boris Becker, John McEnroe oder Katarina Witt unterstützt wird - sammelte Klitschko eine stattliche Summe, indem er Fans die Möglichkeit gab, sich auf dem Kampfmantel, den er im Vereinigungskampf gegen Ibragimow trug, verewigen zu lassen. Der Mantel wurde zudem nach dem Kampf versteigert. Das Geld wurde in Sport- und Jugendzentren in New York und Berlin investiert. „Dort können Kinder von der Straße mit ausgebildeten Lehrern und Trainern tanzen oder Kampfsport machen. Denn Sport ist nicht nur gut für den Körper, sondern schult auch den Geist, den Charakter. Nicht umsonst heißt es: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. So wollen wir den Kindern, die nicht viel Hoffnung haben, Chancen geben“, sagt Klitschko.
Chancen geben, das tun die Klitschkos seit langem. Nach Wladimirs Olympiasieg 1996 gründeten sie in ihrer Heimat Ukraine eine Stiftung zur Unterstützung unterprivilegierter Kinder. Die Stiftung engagiert sich in der Aids-Prävention und im Kampf gegen Drogen. Auch Hilfsprogramme in Rumänien und Brasilien haben die Klitschkos mit ins Leben gerufen. „Wir sind immer bereit zu helfen - und für andere zu kämpfen“, sagte Wladimir. Einer dieser Kämpfe war für die Demokratie in ihrer Heimat Ukraine. Als dort 2004 die Demokratiebewegung ins Rollen kam, flog Wladimir nach Kiew, um die Orangene Revolution in ihrem gewaltfreien Kampf zu unterstützen. Er gewann Fürsprecher wie Boris Becker, Franz Beckenbauer, Veronica Ferres, Sting, Joe Cocker oder Thomas Gottschalk als Unterstützer im Kampf für eine demokratische Entwicklung. Vom inzwischen verstorbenen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau wurden die Klitschkos zu „Botschaftern für Integration“ ernannt. „Die Menschen weltweit haben viel mehr Gemeinsamkeiten als Dinge, die sie trennen. Wir müssen das Gemeinsame betonen“, sagt Wladimir.
Ein facettenreiches Leben. Botschafter, Weltmeister – und wahrhafter Champion. Innerhalb und außerhalb des Rings.
2013
| May 4 | FRANCESCO PIANETA, Mannheim, Germany (Retained WBA/IBO/IBF/WBO Heavyweight Titles) |
TKO | 6 |
2012
| Nov. 10 | MARIUSZ WACH, Hamburg, Germany (Retained WBA/IBO/IBF/WBO Heavyweight Titles) |
W | 12 |
| July 7 | TONY THOMPSON, Bern, Switzerland (Retained WBA/IBO/IBF/WBO Heavyweight Titles) |
KO | 6 |
| Mar. 3 | JEAN-MARC MORMECK, Düsseldorf, Germany (Retained WBA/IBO/IBF/WBO Heavyweight Titles) |
TKO | 4 |
2011
| July 2 | DAVID HAYE, Hamburg, Germany (Won WBA Heavyweight Title/Retained IBO/IBF/WBO Heavyweight Titles) |
W | 12 |
2010
| Mar. 20 | EDDIE CHAMBERS, Düsseldorf, Germany (Retained IBO/IBF and WBO Heavyweight Titles) |
KO | 12 |
| Sep. 11 | SAMUEL PETER, Frankfurt, Germany (Retained IBO/IBF and WBO Heavyweight Titles) |
KO | 10 |
2009
| June 20 | RUSLAN CHAGAEV, Gelsenkirchen, Germany (Retained IBO/IBF and WBO Heavyweight Titles) |
TKO | 9 |
2008
| Feb. 23 | SULTAN IBRAGIMOV, New York, NY (Won WBO Heavyweight Title/Retained IBO/IBF Heavyweight Titles) |
W | 12 |
| July 12 | TONY THOMPSON, Hamburg, Germany (Retained IBO/IBF and WBO Heavyweight Titles) |
KO | 11 |
| Dec. 13 | HASIM RAHMAN, Mannheim, Germany (Retained IBO/IBF and WBO Heavyweight Titles) |
TKO | 7 |
2007
| Mar. 10 | RAY AUSTIN, Mannheim, Germany (Retained IBF/IBO Heavyweight Titles) |
TKO | 2 |
| July 7 | LAMON BREWSTER, Cologne, Germany (Retained IBF/IBO Heavyweight Titles) |
TKO | 6 |
2006
| Apr. 22 | CHRIS BYRD, Mannheim, Germany (Won IBF/Captured Vacant IBO Heavyweight Title) |
TKO | 7 |
| Nov. 11 | CALVIN BROCK, New York, NY (Retained IBF/IBO Heavyweight Titles) |
TKO | 7 |
2005
| Apr. 23 | ELISEO CASTILLO, Dortmund, Germany |
TKO | 4 |
| Sept. 24 | SAMUEL PETER, Atlantic City, NJ (IBF/WBO Elimination Bout/Won NABF Heavyweight Title) |
W | 12 |
2004
| Apr. 10 | LAMON BREWSTER, Las Vegas, NV (For WBO Heavyweight Title) |
L TKO | 5 |
| Oct. 2 | DAVARRYL WILLIAMSON, Las Vegas, NV |
TD | 5 |
2003
| Mar. 8 | CORRIE SANDERS, Hannover, Germany (Lost WBO Heavyweight Title) |
L TKO | 2 |
| Aug. 30 | FABIO MOLI, Munich, Germany (Won WBA International Heavyweight Title) |
KO | 1 |
| Dec. 20 | DANELL NICHOLSON, Kiel, Germany (Retained WBA International Heavyweight Title) |
TKO | 4 |
2002
| Mar. 16 | FRANCOIS BOTHA, Stuttgart, Germany (Retained WBO Heavyweight Title) |
TKO | 8 |
| June 29 | RAY MERCER, Atlantic City, NJ (Retained WBO Heavyweight Title |
TKO | 6 |
| Dec. 7 | JAMEEL MCCLINE , Las Vegas, NV (Retained WBO Heavyweight Title |
TKO | 10 |
2001
| Mar. 24 | DERRICK JEFFERSON, Munich, Germany (Retained WBO Heavyweight Title) |
TKO | 2 |
| Aug. 4 | CHARLES SHUFFORD, Las Vegas, NV (Retained WBO Heavyweight Title) |
TKO | 6 |
2000
| Mar. 18 | PAEA WOLFGRAMM, Hamburg, Germany (Won WBC International Heavyweight Title) |
KO | 1 |
| Apr. 29 | DAVID BOSTICE, New York, NY (Retained WBA International Title) |
TKO | 2 |
| July 15 | MONTE BARRETT, London, England |
TKO | 7 |
| Oct. 14 | CHRIS BYRD, Cologne, Germany (Won WBO Heavyweight Title) |
W | 12 |
1999
| Feb. 13 | ZORAN VUJECIC, Stuttgart, Germany |
KO | 1 |
| Apr. 24 | EVERETT MARTIN, Munich, Germany |
TKO | 8 |
| May 22 | TONY LA ROSA, Budapest, Hungary |
KO | 1 |
| July 17 | JOSEPH CHINGANGU, Dusseldorf, Germany (Won WBA International Heavyweight Title) |
TKO | 5 |
| Sept. 26 | AXEL SCHULZ, Cologne, Germany (Retained WBA International Heavyweight Title/Won European Heavyweight Title) |
TKO | 8 |
| Nov. 12 | PHIL JACKSON, Las Vegas, NV |
KO | 2 |
| Dec. 4 | LAJOS EROS, Hannover, Germany (Retained WBA International Title/European Heavyweight Title) |
KO | 2 |
1998
| Feb. 14 | MARCUS MC INTYRE, Stuttgart, Germany (Won WBC International Heavyweight Title) |
KO | 3 |
| Mar. 14 | EVERETT MARTIN, Hamburg, Germany |
W | 8 |
| May 23 | CODY KOCH, Offenbach, Germany (Retained WBC International Heavyweight Title) |
KO | 4 |
| July 10 | NAJEE SHAHEED, Munich, Germany (Retained WBC International Heavyweight Title) |
KO | 1 |
| Aug. 6 | CARLOS MONROE, Marksville, LA |
KO | 6 |
| Sept. 19 | STEVE PANNELL, Oberhausen, Germany |
KO | 2 |
| Oct. 3 | ELI DIXON, Augsburg, Germany |
KO | 3 |
| Nov. 14 | DONNELL WINGFIELD, Munich, Germany |
KO | 1 |
| Dec. 5 | ROSS PURITTY, Kiev, Ukraine (Lost WBC International Heavyweight Title) |
L TKO | 11 |
1997
| Jan. 25 | TROY WEIDA, Stuttgart, Germany |
TKO | 3 |
| Feb. 15 | CARLOS MONROE, Cottbus, Germany |
WDSQ | 6 |
| Apr. 12 | MARK YOUNG, Aachen, Germany |
TKO | 3 |
| May 10 | MARK WILLS, Frankfurt, Germany |
KO | 1 |
| June 13 | PAUL ASHLEY, Oberhausen, Germany |
KO | 2 |
| June 27 | SALVADOR MACIEL, Offenburg, Germany |
TKO | 1 |
| July 12 | GILBERTO WILLIAMSON, Hagen, Germany |
TKO | 3 |
| Aug. 23 | IKOMONIYA BOTOWAMUNGU, Stuttgart, Germany |
TKO | 6 |
| Sept. 20 | JAMES PRITCHARD, Aachen, Germany |
TKO | 3 |
| Oct. 11 | MARCOS GONZALEZ, Cottbus, Germany |
KO | 2 |
| Dec. 6 | JERRY HALSTEAD, Offenbach, Germany |
TKO | 2 |
| Dec. 13 | LADISLAV HUSARIK, Hamburg, Germany |
TKO | 3 |
| Dec. 20 | DERRICK LAMPKINS, Offenburg, Germany |
TKO | 1 |
1996
| Nov. 16 | FABIAN MEZA, Hamburg, Germany |
TKO | 1 |
| Nov. 30 | EXUM SPEIGHT, Wiener Neustadt, Austria |
TKO | 2 |
| Dec. 21 | BILL CORRIGAN, Frankfurt, Germany |
KO | 1 |







