Nach dem Tod von Nationaltorwart Robert Enke ist Fußball-Deutschland entsetzt und fassungslos. Grund für den Selbstmord des 32 Jahre alten Schlussmanns waren Depressionen, weswegen Enke auch in Behandlung war.
Seit 2003 war der Keeper deshalb in ärztlicher Behandlung gewesen. Das teilte Dr. Valentin Markser auf einer von Hannover 96 veranstalteten Pressekonferenz mit. In seinem Abschiedsbrief entschuldigte sich Enke bei seiner Familie und den behandelnden Ärtzen für die Täuschung, die "notwendig" war, um den Selbstmord zu begehen. Sein Arzt erkannte zu keinem Zeitpunkt einen Zustand, wonach der Keeper zwangsweise eingewiesen hätte müssen. Eine stationäre Behandlungen hatte Enke noch am Tag seines Selbstmordes abgelehnt, berichtete Markser. Seine Witwe Teresa bestätigte das.
"Ich habe versucht, für ihn da zu sein, gesagt, dass Fußball nicht alles ist. Es gibt viele schöne Dinge im Leben. Es ist nichts ausweglos", sagte Enkes Frau. Der 32-Jährige hatte offenbar Angst davor, dass ihm wegen der Depressionen seine Adoptivtochter weggenommen werden könnte. "Ich wollte ihm immer helfen, das durchzustehen. Er wollte aus Angst nicht, das es rauskommt. Er hatte Angst Leila zu verlieren. Es hätte für alles eine Lösung gegeben“, so Teresa Enke weiter.
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