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Aw: Mixed Martial Art (1 Leser) (1) Gäste
Aw: Mixed Martial Art
von jisi geschrieben am 16.06.2009 02:03
Vor „Ultimate Fighting“ gewarnt
16.06.2009, Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapie (DGPPN), die Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) warnen angesichts der „Ultimate Fighting-Kämpfe“ am letzten Samstag in Köln vor dieser US-amerikanischen Variante des Boxens.

„Aus medizinischer Sicht ist Ultimate Fighting äußerst gefährlich“, erklären die Fachverbände. Dabei treten laut wissenschaftlicher Studien mehr Verletzungen auf, als beim klassischen Boxen. Zudem würden Gewalt und Verletzungen während des Kampfes von den Veranstaltern verharmlost. Die Möglichkeit von schwersten Kopfverletzungen stelle jedoch ein unvorhersagbares Risiko dar.

Darüber hinaus kritisieren DGPPN, DGKJP und DGN, dass beim „Ultimate Fighting“ Brutalität toleriert werde und das Bild entstehe, Regeln seien fast verzichtbar. „Diese untergründige Botschaft ist nicht sinnvoll“, so die Gesellschaften.

http://www.krankenkassenratgeber.de/news/gesundheit/vor-ultimate-fighting-gewarnt.html


Vor allen Dingen in der Verharmlosung der Gewalt sehe ich die große Gefahr. Der Gegner wird getreten und geschlagen, wenn er am Boden ist. Das ist menschenunwürdig. Ich hoffe, man verbietet MMA in Deutschland.

Wladimir Klitschko 2004: \"Viele urteilen ueber mich, kein Kinn, kein Herz, ein gebrochener Mann. Deshalb schaetze ich Emanuel, weil er noch an mich glaubt und mit mir arbeitet.\"
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Aw: Mixed Martial Art
von ringelmann geschrieben am 16.06.2009 02:53
der von jisi angeführte artikel zeigt ganz deutlich, dass anscheinend diverse antipropagandisten fehlinromiert sind und sich auch nicht einmal die mühe machen ihre recherchen ein wenig ausführlicher zu gestalten.
hier eine realistischere beschreibung unwiderlegberer fakten.
Viel wichtiger aber ist der Vergleich zwischen Boxen und MMA, wenn man sich die Schwere der potentiellen Verletzungen anschaut. Hier sieht man Erstaunliches. MMA wird als brutalerer, gefährlicher und potentiell tödlicher als Boxen wahrgenommen, jedoch enden nur halb soviele Kämpfe mit einem KO wie beim etabierten Faustkampf - was die Wahrscheinlichkeit einer gefährlichen Kopf- oder Hirnverletzung drastisch erhöht. Nicht umsonst beenden viele Profiboxer nach einem schweren KO die Karriere, da danach das Gesundheitsrisiko zu hoch erscheint.
Das Risiko bei MMA wird weiterhin minimiert, da ein Kampf nach einem Niederschlag sofort beendet wird. Der Kämpfer bekommt nicht wie beim Boxen zehn Sekunden, um wieder auf die Beine zu kommen. Nein, bei MMA ist der Kampf sofort vorbei, auch wenn der Kämpfer fünf Sekunden später wieder steht.
http://sportmedienblog.de/2009/05/19/ultimate-fighting-oder-das-grose-deutsche-missverstandnis/
Letzte Änderung: 16.06.2009 03:03 von ringelmann.
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Aw: Mixed Martial Art
von jisi geschrieben am 16.06.2009 03:06
Die Ausschnitte, die ich bisher von diesem Spektakel gesehen haben reichen vollkommen, um den von mir zitierten Presseartikeln zuzustimmen.

Der Boxsport wurde im Laufe der Zeit "humanisert", er hat sich mit der Gesellschaft entwickelt. Und dazu gehörte auch, dass man den Gegner nicht schlagen darf, wenn er am Boden ist, dass der Boxer in die neutrale Ecke gehen muss, wenn ein Boxer angezählt wird, Tragen von Handschuhen, Körperschutz etc...
Gerade das Schlagen des Gegners, wenn er bereits am Boden liegt, halte ich psychologisch für sehr bedenklich. In diesem Moment überschreitet der Mensch eine Hemmschwelle und dies ist ein äußerst schlechtes Vorbild für Jugendliche.

Es gibt genügend Beispiele, dass man den Boxsport auch über einen längeren Zeitraum betreiben kann, auch wenn der Profiboxsport schon gefährlich genug ist.


Zudem hat Boxen einen Amateurhintergrund und Amateurboxen ist olympische Disziplin.

Ich hoffe, dass man MMA in Deutschland verbietet und diesem menschenunwürdigen Spektakel in Deutschland ein Ende setzt. Am besten wäre, wenn dies weltweit geschieht.
Letzte Änderung: 16.06.2009 03:08 von jisi.

Wladimir Klitschko 2004: \"Viele urteilen ueber mich, kein Kinn, kein Herz, ein gebrochener Mann. Deshalb schaetze ich Emanuel, weil er noch an mich glaubt und mit mir arbeitet.\"
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Aw: Mixed Martial Art
von ringelmann geschrieben am 16.06.2009 03:51
dein wunsch wird weder weltweit, noch in deutschland gehör finden.
der kampf am boden ist bestandteil der mma und es werden auch kämpfe aus der unterlegenen position durch aufgabegriffe gewonnen.
auch den boxsport kann man nicht allen ernstes als vorbild für die jugend bezeichnen, wenn man es unbedingt so sehen will.
donnoch würde ich empfehlen, sich einmal näher mit diesem thema auseinander zu setzen, um die mma für sich selbst etwas klarer zu beleuchten.
ohnehin ist es fragwürdig, ob es dem ethischen verständnis entspricht, zwei menschen vor puplikum gegeneinander kämpfen zu lassen, um sich gegenseitig schmerzen zuzufügen.
ich kann die gegner des boxens, der mma und des kampfsportes im allgemeinen verstehen, bin jedoch der ansicht, dass die akteure wissen was sie tun und freiwillig das harte trainig auf sich nehmen, um sich im ring zu beweisen.
daher ist es für mich in menschlicher hinsicht vertretbar und sehe es mir auch gerne an.
jedoch das eine gut zu finden und das andere schlecht, nein schier zu verteufeln, nur weil man sich noch nie damit beschäftigt hat, obwohl die beweise schier erdrückend sind, dass das eine ebenso seriös ist wie das andere, halte ich für nicht besonders fair.
es geht wie immer um geld und natürlich haben die etablierten boxfunktionäre angst, ein wenig von ihrem kuchen abgeben zu müssen.
das gute ist, da können sie machen was sie wollen, der markt verlangt danach und die mma wird auch in deutschland ihren platz finden.
Letzte Änderung: 16.06.2009 06:02 von ringelmann.
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Aw: Mixed Martial Art
von BlackWall geschrieben am 16.06.2009 04:09
MMA ist eine sehr junge Sportart und wird sich noch weiter entwickeln! Die ganze Hetze und Propoganda in den deutschen Medien wird sich nicht durchsetzen. MMA wird seinen Platz in der Welt schon finden. USA und Japan haben es vorgemacht!

Wer MMA verbieten will und gleichzeitig ein Boxfan ist, der hat Doppelstandarts! Anders kann ich mir es nicht erklären!
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Aw: Mixed Martial Art
von jisi geschrieben am 16.06.2009 13:25
Das ist für mich kein Doppelstandard. Als Boxfan liebe ich den Boxsport und zwar, eben weil zu diesem Sport mehr gehört, als sich nur prügeln.

Ein perfekt ausgeführter Jab, ein _link_er Haken, eine tänzerische Beinarbeit ......

Um ein brutales Spektakel geht es dabei nicht, auch wenn der Boxsport ein sehr harter Sport ist. Ich gehe auch gerne zu Amateurboxveranstaltungen.

Zutreffend ist, dass MMA den Boxsport gefährdet und zwar hauptsächlich in der Wahrnehmung. Beim Boxen kommt es auch auf eine gute Defensive an, auf Treffervermeidung. Boxen ist keine Schlägerei!

MMA lehne ich ab und ich hoffe, dass in Deutschland die Gegenwehr groß genug ist, um MMA nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

Wenn MMA sich hier etablieren sollte, werde ich mit Sicherheit keine Veranstaltung besuchen und mir sowas auch nicht im TV ansehen.

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Blut und Spiele

Von Hildegard Stausberg 15. Juni 2009, 04:00 Uhr

Sie kämpfen in einem achteckigen mannshohen Käfig, erlaubt ist nahezu alles. Zu Gast bei Deutschlands umstrittenster Sportveranstaltung, dem erstem Ultimate-Fighting-Abend in der Kölnarena

Der letzte Kampf ist gerade erst ein paar Minuten vorbei, da verteilt ein blondes, schlankes Mädchen an alle Journalisten ein weißes Blatt. Es enthält nur zwei knappe Informationen: Es habe an diesem Abend 12 854 Gäste gegeben in der Kölnarena, die jetzt Lanxess Arena heißt, und das habe den Veranstaltern 1,3 Millionen Dollar Einnahmen in die Kassen gespült. Die junge Dame spricht Englisch, was überhaupt - in seiner amerikanischen Ausprägung - die Sprache des gesamten Abends war.

Es mag sein, dass diese Zahlen stimmen. Falls die Veranstalter damit aber den Eindruck erwecken wollen, dass die Kölnarena bei Deutschlands erstem Ultimate-Fighting-Abend proppenvoll war, so ist das falsch. Vor allem die Logen bleiben fast komplett leer.........

Bis dahin bleibt ungeklärt, wer der wirkliche Sieger dieses Kölner Abends war. Eine neue Sportart? Ein neuer Sportstil? Oder will doch nur eine Horde Barbaren dem Publikum Brutalität als Sport verkaufen - unter der Aufsicht äußert cleverer Geschäftsleute sozusagen? Die Reaktionen des Publikums auf die beim Kampf offen dargestellte Aggressivität erschreckt. Noch dazu reagiert das Publikum an diesem Abend immer dann besonders begeistert, wenn die Kontrahenten auf dem Boden hemmungslos aufeinander einschlagen.

Das muss einem nicht gefallen. Und es ist verständlich, dass gerade das vielen Menschen Angst einflößt.

http://www.welt.de/die-welt/article3925889/Blut-und-Spiele.html
Letzte Änderung: 16.06.2009 14:36 von jisi.

Wladimir Klitschko 2004: \"Viele urteilen ueber mich, kein Kinn, kein Herz, ein gebrochener Mann. Deshalb schaetze ich Emanuel, weil er noch an mich glaubt und mit mir arbeitet.\"
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