Box-Weltmeister Wladimir Klitschko geht mit Respekt, aber auch voller Zuversicht in seine Pflichtverteidigung am 20. März in Düsseldorf.
Eddie Chambers trägt ein dunkles Jackett und ein weit gereistes Gesicht, er ist erst gestern aus Philadelphia gekommen. Nun sitzt er in der Düsseldorfer Arena, auf deren Rasen ein Boxring aufgebaut ist, und sagt: „Ich werde die Welt schocken. Ich werde Wladimir Klitschko schlagen.“
Das haben schon viele gesagt, und es ist in den bisher 57 Profikämpfen des Ukrainers so selten vorgekommen wie im Fußball Eigentore aus der Hälfte des Gegners.
Am 20. März wird man es sehen: Dann steigt der US-Boxer als Herausforderer des Schwergewichts-Weltmeisters der Verbände IBF und WBO in Düsseldorf in den Ring. Das Klitschko-Management rechnet mit 51 000 Zuschauern und einem ausverkauften Haus. Und mit einem Sieg für Wladimir.
Chambers hat ein Problem: Er ist für einen Schwergewichtler klein, nur 1,85 Meter. Als er neben dem 1,98 Meter großen Klitschko steht, sieht es aus, als hätte sich ein Grundschüler in den Leistungskurs verirrt. Dan Goosen, der Promoter von Chambers, spielt den Größenunterschied mit Scherzen herunter. Vor dem „Stare down“, bei dem sich die Boxer traditionell für die Fotografen gegenseitig in die Augen starren, sagt er: „Für Eddie ist es ein Stare up.“...
http://www.derwesten.de/sport/boxen/Schau-mir-in-die-Augen-Kleiner-id2452136.htmlUm Chambers zu besiegen, muss man aber nicht nur groß sein, sondern auch gut boxen können und einen Kampfplan haben. Dass Chambers gegen große Leute hervorragend boxt, hat er eindrucksvoll mit seinem Sieg gegen Alexander Dimitrenko bewiesen, der er Runde für Runde vorgeführt hat.