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"Wir sind der Ansicht, dass der Vertrag, der ohnehin nur bis November läuft, beendet ist", so Mörschner. "Das Vertrauensverhältnis ist nachhaltig gestört, sodass fristlos gekündigt werden kann. Einseitige Optionsverlängerungen sind unwirksam." Im Übrigen seien mehrere Vertragsjuristen mit ihm der Ansicht, dass der vorliegende "Knebelvertrag" sittenwidrig und damit nichtig sei: "Universum nutzt aus, dass sie faktisch eine Monopolstellung einnehmen. So sieht der Vertrag beispielsweise vor, dass Universum zugleich Veranstalter und Manager ist und dabei doppelt verdient. Das ist eine Interessenskollision, die in den USA verboten ist. Wie soll Universum als Manager hohe Boxer-Börsen gegen sich selbst als Veranstalter aushandeln, und warum wird für die Vermittlung an sich selbst eine Provision fällig?"...
http://www.sueddeutsche.de/Z5D38t/3004313/Sturm-gegen-Kohl.htmlVollkommen richtig! In den USA wird das durch die Muhammad Ali Gesetze verboten. Von Don King zwar des öfteren umgegangen, weil sein Sohn Carl King als Manager auftritt. Aber ein Manager kann nicht zugleich auch Promoter eines Boxers sein, weil es zu einem Interessenkonflikt zwangsläufig kommen muss. Der Trainer arbeitet dann auch noch für den Boxstall, es kommt zu stallinternen Duellen.
Ein Boxer muss seinem Trainer vertrauen können, aber wie kann er das denn, wenn er Steit mit Promoter und Manager hat und sein eigener Trainer auf dessen Gehaltsliste steht?
Allerdings ohne TV Vertrag sieht das bei Universum sowieso schlecht aus.