Berlin - David Hayes verbale Attacke nötigt Bernd Bönte nur ein müdes Lächeln ab. Der neue Schwergewichts-Weltmeister posaunte, im Londoner Wembley-Stadion einen Vereinigungskampf gegen Vitali oder Wladimir Klitschko austragen zu wollen, doch der langjährige Manager der beiden Titelträger aus der Ukraine weiß besser als jeder andere aus dem zwielichtigen Boxgeschäft, was ein Versprechen des britischen WBA-Champions wert ist. Zweimal schon ließ das 29 Jahre alte Lästermaul von der Insel Duelle mit den Klitschkos kurzfristig platzen, obwohl er die Verträge unterschrieben hatte. "Deshalb nehme ich den Lautsprecher auch nicht ernst mit dem, was er sagt", erklärt Bernd Bönte.
Der Klitschko-Manager ist sicher: So eine Veranstaltung bekommt der Haye-Clan niemals gestemmt. Dort arbeiteten doch nur Amateure, die überhaupt nicht das Knowhow dafür besäßen, das 90 000 Zuschauer fassende neue Wembley-Stadion zu füllen. Bönte verweist in diesem Zusammenhang auf den fest fixierten Kampf gegen WBO- und IBF-Weltmeister Wladimir Klitschko (33), der im Juni im Stadion des FC Chelsea stattfinden sollte. Als Adam Booth, in Personalunion Hayes Trainer, Manager und Promotor für Europa, merkte, dass er die Fußballarena an der Stamford Bridge nicht einmal halb voll bekommt, weil dazu mehr gehört, als zwei namhafte Boxer, kündigte er kurzerhand die Vereinbarung mit dem Veranstalter. Dabei fasst die Spielstätte nur 42 000 Zuschauer....
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