Geburtsname: Vitali Klitschko
Geburtsdatum: 19. Juli 1971
Geburtsort: Belovodsk (Kirgistan)
Vater: Wladimir Rodionovich – Oberst der Luftwaffe
Mutter: Nadezhda Ulyanovna – Lehrerin
Familienstand: Verheiratet, 3 Kinder
Größe: 2,01 m
Gewichtsklasse: Schwergewicht
Stil: Linksausleger
Alias: Dr. Ironfist
Statistik: 38 Kämpfe, 36 Siege (davon 35 KO´s), 2 Niederlagen
Als der 13-jährige Vitali erstmals ein Paar Boxhandschuhe anzog ahnte noch niemand, dass er einmal zu den größten Schwergewichtsboxern aller Zeiten zählen sollte. Eigentlich begann Vitalis sportliche Karriere als erfolgreicher Kickboxer – er wurde sechsfacher Kickbox-Weltmeister, zweimal als Amateur und viermal als Profi. Erst später entdeckte Vitali seine Leidenschaft am Boxen und schnell stellten sich auch hier die ersten großen Erfolge ein - als Amateur war er dreimal ukrainischer Schwergewichtsmeister, Meister der ersten Welt-Militär-Spiele sowie Silbermedaillengewinner bei der Weltmeisterschaft der Amateure. Im Jahr 1996 wechselte Vitali ins Profilager, seine Profistatistik ist beeindruckend: 37 Kämpfe, 35 Siege bei 34 KO´s! Seinen ersten wichtigen Titel errang Vitali am 24. Oktober 1998. Im Europameisterschaftskampf bezwang er Mario Schießer durch technischen KO in der 2. Runde. Dieser Sieg ebnete ihm den Weg zu seinem großen Ziel - dem Weltmeistertitel im Schwergewicht! Am 25. Juni 1999 konnte sich Vitali diesen Traum erfüllen. Mit einem KO-Sieg in der zweiten Runde über den Engländer Herbie Hide wurde er erstmals WBO-Weltmeister im Schwergewicht.
Leider musste Vitali den WBO-Titel am 21.04. 2000 an Chris Byrd abgeben. In der neunten Runde zwang ihn eine schwere Schulterverletzung zur unglücklichen Aufgabe. Bis dahin lag Vitali bei allen drei Punktrichtern eindeutig in Führung. Dieser Rückschlag konnte seine Titelambitionen jedoch nicht bremsen und am 22. Juni 2003 bekam er die erneute Titelchance gegen Lennox Lewis. Doch auch in diesem Kampf war das Glück nicht auf seiner Seite. Nach einem beherzten Fight, der ihm weltweit viele Sympathien einbrachte, brach der Ringrichter den Kampf auf Anraten des Ringarztes ab. Ausschlaggebend war eine tiefe Risswunde unterhalb Vitalis linker Augenbraue, die nach Meinung des Arztes bei einer Fortsetzung des Kampfes zu bleibenden Schäden hätte führen können. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Vitali bei allen drei Punktrichtern deutlich in Führung.
Am 24. April 2004 kämpfte Vitali im Staples Center von Los Angeles gegen den Corrie Sanders um den WM-Gürtel des World Boxing Councils (WBC). In einem schweren Kampf über acht Runden siegte Vitali schließlich durch technischen KO und ihm gelang damit zugleich die erfolgreiche Revanche für eine Niederlage, die sein Bruder Wladimir knapp ein Jahr zuvor gegen den Südafrikaner erlitten hatte. Auf dem Gipfel seines boxerischen Könnens musste Vitali jedoch weitere Verletzungen in Kauf nehmen. Nachdem er seinen WBC-Titel erfolgreich gegen Danny Williams verteidigten konnte, musste ein geplanter Kampf gegen Hasim Rahman zunächst verletzungsbedingt mehrfach verschoben und letztendlich ganz abgesagt werden. Nach einer Rücken-OP, einem Meniskusriss sowie einem Kreuzbandriss entschied sich Vitali Klitschko am 9. November 2005 als amtierender WBC-Weltmeister im Schwergewicht zurückzutreten. Er wurde daraufhin von der WBC zum Champion Emeritus ernannt, ein Status, der es ihm ermöglicht, im Falle eines Comebacks den aktuellen WBC-Weltmeister sofort herauszufordern.
Nach 1400 Tagen im Ruhestand entschied sich Vitali Klitschko am 11. Oktober in Berlin gegen den WBC-Champion Samuel Peter aus Nigeria zu einem Comeback. Mit einer beeindruckenden Leistung kehrte der 37-Jährige in den Boxring zurück und holte sich durch einen technischen KO-Sieg in der 8. Runde seinen WBC-Gürtel zurück. Damit ist Vitali Klitschko der vierte Boxer in der Geschichte nach Muhammad Ali, Evander Holyfield und Lennox Lewis, der zum dritten Mal einen Schwergewichtsgürtel gewinnen konnte.



